Alarmierung

Im Gegensatz zu den ständig besetzten Wachen der Berufsfeuerwehr müssen die Angehörigen der Freiw. Feuerwehren im Einsatzfall zu Hause oder am jeweiligen Arbeitsplatz benachrichtigt werden. Dies geschieht seit einigen Jahrzehnten über sogenannte Funkmeldeempfänger (FME o. Piepser). 

 fme         memo         bmd
 

Hier mal ein einige Alarmtöne der Melder:

Diese kleinen UKW-Empfänger sind auf einem fixen 4m-Band Kanal bequarzt, üblicherweise den normalen Sprechfunkkanal des jeweiligen Landkreises. Diese Geräte hören also ständig den Funkverkehr mit. Wird eine der sog. "ZVEI"-Fünftonfolgen ausgestrahlt (auch Schleifen genannt) auf die der Meldeempfänger programmiert ist, so löst dieser aus; d.h. er alarmiert den Feuerwehrangehörigen mit einem lautstarken Alarmton und/oder mit Vibration. Danach wird der interne Lautsprecher aktiviert, sodass die Alarmdurchsage der Leitstelle oder anderer alarmierender Stellen mitgehört werden kann. Der Feuerwehrangehörige erhält gleich Informationen über den Einsatz. Er kann dadurch die Dringlichkeit des Einsatzes erkennen. 

Ein entscheidender Vorteil der Alarmierung über FME ist, dass die Bevölkerung - im Gegensatz zur Alarmierung über Sirene - nicht belästigt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass die modernen Meldeempfänger mit mehreren dieser Rufadressen (sog. Schleifen) belegt werden können. So können Gruppenrufe und Einzelrufe eingerichtet werden, um nicht immer das gesamte Personal zu alarmieren. Dadurch wird bei Kleineinsätzen gezielt ein kleiner Teil der Mannschaft alarmiert. Die Fachgruppen, die Gerätewarte und die Wehrführung können einzeln gerufen werden. 

Während die Angehörigen der FF Kandel komplett mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet sind, werden die Ortsfeuerwehren der Verbandsgemeinde zum großen Teil über funkgesteuerte Sirenen alarmiert. Zudem ist dort ebenfalls ein Teil der Mannschaft mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Nachteil bei der Alarmierung mittels Funkmeldeempfängern ist die Tatsache, dass während der Alarmierung auf dem Betriebskanal der Feuerwehr Funkstille herrschen muss. So ist dieser Betriebskanal bei größeren Einsätzen oder auch mehreren Kleineinsätzen schnell überlastet. Das haben die großen Naturerreignisse wie z. B. der Sturm "Lothar" in den letzten Jahren gezeigt. Zudem hat der Feuerwehrangehörige keine Anzeige, ob sein Funkmeldeempfänger gerade Empfang hat und Störungen während des Alarms können dazu führen, dass er nicht ausgewertet wird.

Die Weiterentwicklung der Alarmierung über Meldeempfänger sind digitale Funkmeldeempfänger. Diese haben im Prinzip über einen separaten Kanal im 2m-Bereich ständigen Kontakt mit der Leitstelle und werden im Alarmfall direkt angesteuert. Eine Übertragung von Sprache ist nicht mehr möglich. Es werden je nach System und Meldeempfänger programmierte Ansagen abgespielt und/oder Fixtexte dargestellt oder sogar individuelle Alarmmeldungen angezeigt. Praktisch ist, dass die Alarmierung parallel zum Funkverkehr ablaufen kann.

Zum Einen ist für den Einstieg in die Digitaltechnik umfangreiche Infrastruktur nötig, zum Anderen ist die flächendeckende Einführung, gerade für die Feuerwehren mit der enormen Anzahl an Endgeräten, sehr kostenintensiv und wird erst in naher Zukunft mit der Einführung der Digitalfunks für BOS in Rheinland-Pfalz eingeführt.

Boss 915

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Letzte Aktualisierung 24/01/2018 - 00:39 Uhr

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